Ey, TÜBB!

Menschen in Autos, ein ganz eigenes psychologisches Phänomen.

Schön: Neulich auf der Rückfahrt nach DACity fährt ein BB’ler lange vor, neben, hinter mir her. Er überholt mich, ich ihn, wir lassen uns gegenseitig rein, schieben “Hindernisse” auf die rechte Spur, und sind ganz allgemein zusammen unterwegs. Als ich dann an die Abfahrt kam sah er dass ich runterfahren wollte, setzte sich kurz hinter mich und sagte mir mit zwei kurzen Aufblendern mal eben “Tschüss”. Und ich hab mich gefreut.

Das gibts auch: Der TÜbinger, der mir erst den Mittelfinger zeigte, mehrfach, als ich vor ihm aus dem Beschleunigungsstreifen einscherte, und dann andeutete “Lass uns aussteigen” als ich ihn auslachte (es war gerade Stau).

Oder andersrum: Ich jogge in Erding quer über die Kreuzung, und dabei recht dicht an einem wartenden Golf mit zwei Mädels vorbei. Das Fahrer-Mädel sieht mich von vorne links kommen, erschreckt, und macht erst mal die Verriegelung rein. Buh! Haha. Naja.

Hürdenlauf

Ach es könnte so einfach sein. Wenn es nicht das echte Leben wäre. Ne?

München ist toll. Leider bin ich in Erding (auch nett, aber halt ein Kaff), und die Fahrtzeit nach MUC rein wäre 1h – one way. Außerdem kenne ich keine Sau dort. Also weder in München noch in Erding.

Das neuen Kollegen sind toll, das Projekt auch. Naja, fast – man hat mich für etwas eingekauft was aktuell gar nicht mache, und es zeichnet sich auch irgendwie nicht ab. Und das was ich mache bringt mich fachlich absolut nicht weiter, denn es ist eine hausinterne Insellösung für ein Problem, das gar nicht erst da sein sollte. Karrieretechnisch und motivationstechnisch … ungut.

In Darmstadt passiert auch einiges. Es kommen viele interessante Menschen und Dinge, nur bin ich ja meistens nicht hier. Und der Mensch, mit dem ich das bisher genossen habe …

Veränderung halt. Ich habe nur entweder eine Tendenz, wirklich überhaupt nicht zu lernen aus gar nichts, oder ich bin einfach zu dumm für das Leben. Oder warum stehe ich dann alle X Zeiteinheiten am exakt gleichen Punkt?

Was fehlt? Das Itüpfelchen. Gerade ist mir im Auto eine komplette Flasche Rotwein (klar, der weiße ist natürlich noch ganz) geplatzt und ins Polster gelaufen.

Das hier nennt sich auch Frustpost.

Leonie H.

Leonie H. wollte heute auf Facebook mit mir befreundet sein. Ich habe “ein gemeinsamer Freund” gesehen und mal “ja” geklickt. Ein Fehler, wie sich herausstellte.

Aber der Reihe nach. Ich war letzlich irgendwann neugierig wer mich da kennt den ich erst mal gar nicht einsortieren kann, und schaute mal auf die Profilseite. Da fand ich dann folgendes:

Leonie hat 39 Freunde.
So weit, so gut.

Sieben davon heißen auch “Leonie”.
Naja, wohl ein Modename der Gegend und des Jahrgangs.

Vier davon heißen “Leonie Weber”.
Hm.

Auf allen davon sind ähnliche Mädels zu sehen.
Hmmmh.

Alle haben ausnahmslos Werbung auf der Timeline (“Hallo, ich habe eine Cam-Show”).
Okay, verstanden.

Delete.

Fazit? Vermutlich wirken Frauen mit dem Namen “Leonie” unbewusst besonders attraktiv – ich antworte sonst nie auf Freundschaftsanfragen mir unbekannter.

Bildschirmfoto 2015-04-13 um 23.03.55

Pünchen

Heute war ich mal – etwas schwermütig – in München. Und ich stelle fest: Außerhalb (!) des Berufsverkehrs brauche ich 40 Minuten von München Innenstadt nach Erding.

Oder anders: Wenn ich von München pendeln will ist Auto absolut keine Lösung. Zug auch irgendwie nicht – die reine Zugfahrt dauert 51 Minuten lt. Fahrplan, und Kollegen berichten schon von “wenns keine Probleme gibt, und die gibts ständig”.

Es scheint wohl auf einen Aufenthalt in Erding herauszulaufen.

Die ersten zwei Wochen: Erding.

Die erste Zeit in Erding … in Stichpunkten.

  • Erding ist ein Kaff. Schön, aber ein Kaff. Ich kenne kein Schwein hier, und das zu ändern wird wohl anstrengend bzw erfordert eine neue Strategie.
  • Alle meine Familien-losen Kollegen wohnen in München. Die älteren und Familien-behafteten in Erding. (Sagt mir das was?!)
  • Wohnung: Erding vs. München, oder 2h/Tag vs. 15 Minuten/Tag, oder Kaff vs, Weltstadt. Hart.
  • Die Pizza beim Italiener unter meinem Zimmer (ja, im Wortsinne) ist grandios. Und die Pasta auch. Sehr, sehr, sehr zu empfehlen: Nuovo Mondo, Alte Römerstr. 21, Erding.
  • … und man sollte nicht “noch so’n Halbes” bestellen, wenn man ein halb so großes Bier möchte, wie man gerade eben hatte, also sozusagen ein kleines Bier. Denn ein “Halbes” ist eben ein Halbes – also 0.5ltr, und das bekommt man dann auch. Egal, kommt weg. :)
  • Aktuell bin ich am Pendeln an den Wochenenden. Und die 8h/Woche Fahrt NERVEN KOLLOSSAL, insbesondere wenn die Autobahn immer voll bzw verstopft ist.
  • Meine Kollegen sind richtig, richtig nett, und schwer international (Südafrika (lies: Weiße Menschen – also einer), Neuseeland, sonstiges Afrika (lies: schwarze Menschen – also noch einer), Amerika, Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweiz, und ich hab noch kaum jemanden kennengelernt)
  • Ich bin in der 2. Woche schon produktiv – geil.
  • Bayrisches Helles ist einfach geil.

Weißbier

… na klar waren sie dabei.

Also, der liebe Herr R. von HAYS hat das dann mit dem Kunden geklärt, und dieser sagte dann zum ursprünglichen Tagessatz zu, und ich sagte dem Kunden zu, und jetzt sind wir alle ganz happy.

Und ich aktuell in Erding, Bayern.

Es ist Sonntag Abend, ich aß Hirschragout in der Post, finde Erding total tot und winzig, dafür hübsch, und bin sehr gespannt wie es morgen beim Kunden (namentlich Amadeus Data Processing GmbH) so läuft.

Und weil das hier länger dauern könnte habe ich mal Tinder in Betrieb genommen, vielleicht lerne ich da ja ein paar Leute kennen. Hier auf der Straße laufen die jedenfalls nicht rum 😉 …

Kallus?

Ich muss gestehen der “Knick” hat mich schon etwas überfordert. Das kenne ich so nicht. Und ich habe festgestellt, dass ich mit so etwas nur ganz schlecht umgehen kann.

Daher hat es auch ein wenig gedauert, bis ich die richtige Frage gefunden habe: “Fühle ich mich wohl, wenn ich das Projekt jetzt noch annehme (auch für den ursprünglichen Tagessatz)?”. Denn alles andere als der vereinbarte Satz wäre inakzeptabel – an den Punkt kam ich gestern schon. Und die Frage ist gut, weil sie bei mir bleibt und das Projekt nicht wertet.

Antwort: Nein.

Das Teilte ich auch so dem Vermittler, Konkret der netten Frau B. mit. Diese war ziemlich traurig, und hat wohl mit ihrem Endkundenbetreuer darüber gesprochen. Dieser widerum rief mich dann an, erklärte mir den gesamten Vorgang, betonte massiv dass hier absolut kein böser Wille Seitens des Endkunden vorlag und dass er jetzt die “Kohlen aus dem Feuer” holen möchte. Und er hat das ganz gut gemacht.

Also versuchen wir es nochmal.

Natürlich mit dem ursprünglichen Tagessatz.

Wenns dann nicht klappt – dann halt nicht.