Was ganz kleines

Verdammt, der schimmelte in meinem Entwurfsordner. Da hat der nix verloren.
Originaldatum: September 2013.
Und go.

Heute im Baumarkt:

Ich: [Suche mir einen Mitarbeiter aus Eisenwaren]
MA: Wie kann ich Ihnen helfen?
Ich: Also, ich Suche was ganz Kleines …
MA: … das hab’ ich in der Hose.

Ernsthaft. Zu gut.

Danach auf dem Roller, vor mir ein ordentlicher alter Schwedenpanzer-Kombi, mit zwei kleinen Kindern im Kofferraum mit Gesicht zur Heckscheibe. Die machten Faxen mit den hinter ihnen fahrenden … Fahrern. So auch mit mir. Sie winkten mir zu – ich winkte zurück. Das fanden die dann total geil und wollten gar nicht mehr aufhören.

Als ich dann anfing mit Pommesgabel, Victory, Schulz!, und allem was mir sonst noch einfiel war es perfekt – die kleinen tanzten fast vor Freude auf ihrem Platz und machten alles fröhlich nach und mit.

Dann musste ich abbiegen (einmal winken zum Abschied), und wir alle waren ein klein wenig fröhlicher.

Dickes B

Schee wars, Berlin.

Multiple Currywürste, OSDC und Puppet Camp, eine romantische Location 60m über den Dächern von Berlin mit ausschließlich 200 Männern, Zufallstreffen mit A, Crack Bellmer Bar, Smalltalk mit den Ladies in der Oranienburger Straße (“anal, Fetisch oder ausjefallene Dinge kosten extra” – “Ahm … was sind den ‘ausgefallene’ Dinge?” – “Na, eener der wollte beispielsweise immer mit ner Strumpfhose über’m Kopf überfallen werden, det war janz schön anstrengend”), geplantes Treffen mit L, am Ostkreuz bis halb acht Uhr morgens, Treffen mit M&S, plötzlich zu männlich für die Crack Bellmer Bar, dafür Pauls Metal Eck und einmal Rausschmiss aus dem Big Lebowski, die Berlinische Galerie, Kreuzberg bei Tag, der Hamburger Bahnhof von außen.

Das nächste Mal werde ich allerdings etwas früher buchen. Ist teuer sonst.

Und man verzeihe mir diesen 200fach abgelutschten Titel.

Der beste Freund des Menschen

Ich blogge zu wenig. Aber hey, dafür fand ich gerade einen Text, den ich vor grob vier Jahren in den Rücken eines Buches geschrieben hatte, um ihn nicht zu vergessen. Hat geholfen … mit etwas Zeitverzögerung.

Aber es hat sich gelohnt – ist total süß, ich erinnere mich wieder :)

Ein Penner. S1 Rödermark. Mit einem kleinen, schwarzen Hund. stank wie ein Tier, war aber irgendwie freundlich. Dicker, weißer Rauschebart und kleine Reisetasche mit Blümchenstickerei auf einem Flughafen-Trolley. Saß neben mir. Ich glaube er redete mit mir, aber ich hatte den iPod an. Irgendwie mochte ich ihn, trotz des Gestanks. Und als er ging sah man wieder, warum der Hund der beste Freund des Menschen ist: Er steigt bzw. rollt in die S-Bahn mit seinem Trolley. Ist aber langsam. Der Hund – der geht schon mal vor und stellt sich gezielt in die Lichtschranke an der Tür, damit der Alte in Ruhe seinen Wagen und sich reinschieben kann. Drin sitzt er dann und gibt dem Hund noch ein paar Streicheleinheiten als die Bahn losrollt.

Falls es teilweise etwas holprig klingt ist das meiner wirklich unleserlichen Handschrift an dem Tag geschuldet …

Nackenspeck

Es geht nicht notwendigerweise um Nackenspeck hier, sondern mehr um meinen Nacken und meinen Speck. Der eine macht sich zu häufig bemerkbar, so wie heute, als ich Nacken sei Dank  den ganzen Tag mit einem fetten Brummschädel durch die Gegend lief. Aber – wer hätte das gedacht – Sport wirkt Wunder. Ich schleppe mich vollkommen verzweifelt und hundemüde ins Studio, die Kopfschmerzen gehen weg, ich treffe R. (einen Bekannten) und J. (jemanden, der uns evtl. eine Wasser-Enthärtungsanlage installieren kann), und das Leben ist Butterblume.

Dem oben letztgenannten tut das auch gut (also hoffentlich schlecht), nur bisher zeigt der sich von meinem erhöhten Sportehrgeizt erstaunlich unbeeindruckt. Könnte daran liegen dass ich viel zu gern futtere und zu viel sitze.

Davon gänzlich unberührt – Markus Lanz. Durch Zufall über einen Tweet über Niggemeier auf das Gastspiel von Sarah (mit “h”?) Wagenknecht aufmerksam geworden. Bin erstaunt dass Lanz seine Peinlichkeit immer noch steigern kann, und fazitiere: Die Petition “Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr” ist lange, lange überfällig. Ganz schlimmes Fremdschämen.

Teppich

Menschen die meine Wohnung kennen wissen, dass ich zwei Zimmer bewohne. Das eine davon war seit einiger Zeit nur noch eine gehobene Abstellkammer für ein Bücherregal, eine nie genutzte Küche, und einen sehr schönen alten ovalen Esstisch. Mit anderen Worten: Optimierungsfähig. Die Optimierung fand in Form unfähiger, dafür sehr teurer Handwerker statt, was einen Wasserschaden und diverse zu behebende Idiotien beim Ersetzen der Nut-und-Feder-Wände durch Rigips zur Folge hatte, und daher war das Zimmer seit mitte Juli (!!) Baustelle.

War.

Denn ich dachte mir “Scheiß drauf”, und habe jetzt mal ein Schlafzimmer draus gemacht.

Und es hat sich ja soooooo gelohnt. Es ist herrlich. So schön. Einfach toll. Denn nicht nur habe ich jetzt endlich ein dediziertes Schlafzimmer, sondern dadurch auch ein Wohnzimmer das den Namen endlich verdient. Und in eben diesem stehen jetzt der Esstisch, und natürlich das Prachtstück – meine wundervolle Togo-Couch. Diese braucht jetzt einen Teppich, auf dem sie steht, und dessen Besorgung habe ich heute mal angeleiert.

Aber das Fazit ist jetzt schon: Ich wohne wieder.

Jahresrückblick 2013

Fast ein halbes Jahr ohne einen Blog-Eintrag. Das sagt mir persönlich zwei Dinge:

Erstens. Mein Leben ist zu langweilig – es passiert zu wenig mitteilenswertes (außer den normalen Alltagsquerelen). Nomen est omen, unglücklicherweise. Wie ich woanders schon mal schrieb (schreiben wollte?) war das ja anders geplant, sozusagen eine Art 1984er-Neusprech-Ironie, also Nomen ganz und gar nicht est omen. Hat bisher wohl nicht so unglaublich gut funktioniert.

Zweitens. Ich tue zu wenig. Schuld sind nämlich nicht immer nur die anderen, sondern primär mal – ich. Und wenn ich nix zum schreiben habe, dann sollte ich nicht darüber motzen, sondern rausgehen und meine Lebenszeit nutzen.

Oh wie filosophisch.

Egal, es ist bzw. war Weihnachten (was auch immer das heißen mag), und ich könnte mal ein kleines Fazit ziehen über das Jahr.

Es war (Gruß an Douglas Adams): “größtenteils gut”.

Im einzelnen heißt das: Ich fliege natürlich noch nicht. Das ist als DICKER D_I_C_K_E_R nochdickerer Minuspunkt zu verbuchen. Auf der anderen Seite verdiene ich gut, und nach dem Debakel mit diesem lustigen Auftraggeber in der großen mittelfränkischen Stadt ist die DVAG ein fantastischer Projektpartner. Gute Leute, gute Atmosphäre, gute Arbeit, gute Bezahlung. Es macht unter dem Strich echt Spaß.

Das wäre auch der größte Pluspunkt des Jahres. Der Wechsel vom Haus-das-Verrückte-macht nach Frankfurt, beruflicherweise. Ein Astrologe sagte mal über mich: Diese Jahre sind da zum “Schwung holen”. So wie beim Skispringen: Erst mal schnell und krass nach unten, um dann … zu fliegen. Ich mag das Bild.

Scheiß Fliegerei.

Insgesamt stehe da also ich, 35 Jahr’ und Elektroingenieur, und schwebe. Ich arbeite also an zwei Karrieren parallel, was nervt, aber notwendig ist. Denn ich habe weder Vertrauen in meine mäßig vorhandenen Vorsorgeverträge, noch in die Versprechen dass wir keine Banken/Währungen/Energiewenden/Drohnen/Kriege/Endlager/whatfuckingeverelse mehr finanzieren müssen, daher muss irgendwas her dass mich finanziell versorgt wenn ich mal keine Lust mehr habe oder endlich family habe.

Ach ja, family. So langsam könnte das mal kommen, allerdings will ich erst beruflich was aufbauen (was ich noch nicht habe), DANN wird das gestartet. Keine Sekunde früher. Wird auch langsam mal Zeit.

So, das war jetzt etwas fischiger – also filoso-fischiger – als erwartet, daher höre ich mal auf und schreibe wohl dieses Jahr noch (hoffentlich ;)) einen etwas konkreteren Post. Dabei höre ich dann Punk und nicht Angels and Airwaves, dann kommt vermutlich auch was praktischeres bei raus. Musik mach mit mir immer was sie will.

Guter Vorsatz für nächstes Jahr, jetzt schon: Mehr bloggen. (Also auch: Mehr tun für blogwürdige Erfahrungen!)