Hendricks … not

Neulich auf meiner Couch. Wir wollten einen netten Gin something trinken. Ich also an meine Alkohol-Schublade und eine Flasche Hendricks raus. Leider schmeckte die Mischung irgendwie richtig ungut. Na gut, vielleicht der falsche Art von Gin für den Drink, also so lange mehr Ginger Sirup rein bis es irgendwann vertretbar war.

IMG_3109Heute ging mir allerdings ein Licht auf als mir etwas einfiel. Ich hatte nämlich keine zwei Hendricks-Flaschen. Ich hatte eine, und eine alte gefüllt mit medizinischem Alkohol in meinem Bad. Die über eine Aufräumaktion in meiner Bar landete …

Und ja, das hätte mir wirklich auffallen müssen, das Zeug schmeckt nämlich echt zum kotzen, und den Geruch kenne ich auch.

Erst ma’ easy

… dachte ich mir, komm erst ma’ an, entspann’ dich, und such dann “demnächst” mal ein Projekt.

Als Freelancer wollen die Seelenhändler dich allerdings aktiv vermitteln, weil die verdienen ja mit … . Ergo: Etwa einen Tag nach Rückkehr lag schon die erste Anfrage in der Mailbox. Und die klingt auch ziemlich gut. Unter Umständen ist also nix mit “erst ma’ easy” und ich bin im März schon in Erding bei München.

Bald isses vorbei …

… und das ist gut so, in Anlehnung an einen relativ bekannten Politiker.

Soweit war es sehr großartig. Viel zu sehen, viel zu erleben, viel zu tun, und alles in einer Umgebung die in Europa einfach nicht existiert. Die Anden sind der Superwahnsinn, die Südamerikaner grundsätzlich und immer superfreundlich, in Brasilien ist es superheiß, mein Spanisch ist superschlecht, und überhaupt alles hier ist Superlativ :) .

Warum ich trotzdem froh bin wieder nach good old Germany zurückzukommen? Ich bin seit drei Monaten Tourist, nirgends angekommen, immer andere Betten, andere Leute, und langsam würde ich mich gerne wieder etwas nützlich fühlen. Dauer-Tourist sein ist anstrengend. Außerdem komme ich dann vielleicht dazu, mal ein paat nette Stories hier aufzuschreiben – etwas, das ich einfach nicht geschafft habe bisher.

Aber jetzt ist erst einmal Lima angesagt, noch ein bissl Party machen, und dann schließlich nächsten Montag bzw. Mittwoch in den Flieger nach Aires bzw. London/Frankfurt zu steigen.

I have da AIDS

Salvador. Hier möchte einem jeder die Hand geben und dann ein Bändchen schenken, total kostenlos. Das umbinden allerdings kostet dann 5 Reais. Haha.

Wir standen also auf einem Platz in der Altstadt von Salvador, und es kam wieder mal ein ziemlich verlottert aussehender Handgeber auf uns zu. Ohne Bändchen. Und freute sich dass wir aus Deutschland sind und gab uns auf “Oliver Kahn” die Hand.

Und sagte danach: I don’t want no money. Just want a coffee. I have da aids, from da prostitutes, just want a coffee, come buy me one.

Ist zwar nicht ansteckend. Aber sauber war der Kerl auch nicht. Und hatte so lustige offene Stellen am Arm.

Na danke. Erst mal Toilette gesucht.

Ach ja, jetzt gibt’s ne schwarze Front für das weiße iPhone. Nach einer Odyssee durch die Handy repair shops in Paraty. Ich würde es ja lassen wenn da nicht schon Stückchen rausbrechen würden.

Spider-App

Janz doll dat. Heute zog ich mir eine Spider-App fürs iPhone zu (liest: Display fiel auf Keramikfliesen und brach in 2000 Stücke). Außerdem hatte ich echt schlecht geschlafen (vielleicht ein paar zu viele Caipis am Abend vorher) und daher ohnehin schon schlechte Laune. Wurde nicht besser dadurch.

Egal. Nach viel laufen habe ich einen Shop gefunden der das heute offenbar reparieren kann. Hoffe ich denn ich spreche immer noch kein Wort Portugiesisch.

Davon abgesehen wieder mal die bisherigen Tage in Kurzform.

Salvador war glaube ich der letzte Eintrag … Salvador war entspannt. Wir haben im Prinzip nichts getan außer entspannen. Nach Salvador weiter nach Ilhabela. Teuer, weil nur Hotels (“Pousadas” in Portugiesen-Sprache), und sehr touristisch. Dort nur drei Nächte, und weiter nach …

… Ubatuba. Leider hatten wir hier nicht gecheckt wo unser Hostel war und landeten so 15 km vor Ubatuba mitten im Nichts. Allerdings mit der bisher besten Pizzeria. Dort ging erst mal das Ladekabel vom iPhone kaputt, und das Reserve-Kabel funktionierte nicht. Erste Vermutung: Anschluss am iPhone kaputt. Weil ja mein “toller” Kobo-eBook-Reader schon seit Tag 3 tot ist war ich etwas in Panik jetzt auch noch meine Musik-Quelle zu verlieren – mit neuem Kabel allerdings ging es wieder. Entspannte mich ungemein. Positives Highlight hingegen war der Strand in Ubatuba, der unglaublich schön gewesen ist. Insgesamt war Ubatuba (und unser Kaff davor) allerdings eher unspannend. Danach weiter nach …

Paraty. Erster Eindruck: sehr geil. Hostel toll, endlich mal Leute die nicht nur Portugiesisch reden, wunderschöne Stadt, gutes Essen. Erster Ausflug zu ein paar Wasserfällen im Dschungel in denen man baden kann. Absolut großartig. Danach Caipis mit den Mitbewohnern.

Und das ist der Morgen danach. Hangover – nein, aber gute Laune ist dank iPhone incident II auch anders.

Das nächste Mal blogge ich mal von “i have da AIDS”, Akku ist leer und Display sollte da sein :)

Sorry wir haben Ihre Nummer geändert

Neulich in Salta (auch schon wieder etwas her – aber wer bloggen will muss Zeit haben ;)).

S hatte seit 1,5 Tagen kein Mobilfunknetz mehr. Anrufen oder angerufen werden – nada. Es gab dort allerdings gefühlte 155 Personal-Shops, also betraten wir einen solchen und “erklärten” auf Spanisch dass im Handy irgendwie der Wurm drin sei. Das Ende vom Lied: Personal hat die ursprüngliche Nummer annuliert, eine neue Nummer zugewiesen, und davon nichts gesagt. Der Kredit auf der Prepaid-Karte war natürlich mit der alten Nummer verbunden (ist ja klar).

Kommentar der Verkäuferin: “Argentina” :)

Salta war ansonsten ziemlich großartig (Touren: Salinas Grandes, Cafayate plus Wein-Tasting in einer wunderschönen Kellerei, Reitausflug plus mini-Asado), bis auf den Hitzeschlag, den ich mir dort – vermutlich beim Reitausflug – zugezogen habe. Der schlug natürlich zum bestmöglichen Zeitpunkt zu, nämlich an dem Tag als wir nach Purerto Iguazu weiterflogen. Das Hostel dort (“Garden Stone”) hatte ziemlich furchtbare Schlafsäle mit unglaublich lauter Klimaanlage, die wir aber am ersten Abend nicht finden konnten. Also eine Nacht Migräne und kein Schlaf.

Anschließend die Wasserfälle von Iguazu (großartig), dann ein Tag im Bett (Hitzeschlag, reprise, aber kalkuliert – ich wollte ja unbedingt die Wasserfälle sehen), dann weiter nach Salvador, Brasilien.

Da sind wir jetzt. Das Hostel ist toll, die Klima leise, das Essen und die Einkaufsmöglichkeiten wesentlich vielseitiger als in Argentinien, und gleich em ersten Abend waren wir mit ein paar Brasilianern aus dem Hostel was trinken. Insgesamt ein großartiger Start. Etwas traurig nur dass wir es tatsächlich geschafft haben, in Argentinien kein richtiges Asado mitzumachen. Nuja.

Bilder folgen dann irgendwann, wenn ich das auf die Reihe bekomme (braucht Zeit + dicke Leitung, das ist in dieser Kombination eher … tricky).

 

Das Rätsel der “perchas”

“Perchas” ist spanisch für “Kleiderbügel”.

Es ist nämlich so, dass man die hier nicht kaufen kann. Nirgends. Und es ist ein schönes Beispiel für die Freundlichkeit der Argentinier. Wir waren im Personal (sozusagen die argentinische Telekom), damit Sven seine neue SIM-Karte aktivieren konnte. Das muss man sich in etwa wie einen Apple-Shop vorstellen. Und ich dachte, ich frage mal ein paar Einheimische, wo ich denn “perchas” bekommen könnte.

Ende vom Lied: 6 (!) Angestellte von Personal standen um mich herum, fanden es total lustig, dass keiner wusste, wo man die Dinger herbekommt (und fragten sich – kein Scherz – wo sie ihre eigenen herhatten, und wussten keine Antwort), und haben intensiv-Brainstorming betrieben, wo ich denn jetzt hingehen könnte. Dauer: ca. 10 Minuten.

Bekommen habe ich dann einen in einem “Alles-Laden” – die haben mir den geschenkt, weil ich so verzweifelt geschaut habe. Argentinier sind wirklich unglaublich lieb.

Sennheiser-Schlamassel

Bei meinen gar-nicht-so-alten Sennheiser CX 980i Kopfhöhrern ging neulich das eingebaute Mikro kaputt. Dumm das, wenn man die oft zum telefonieren benutzt. Aber nicht so schlimm, gibt ja zwei Jahre Garantie vom Hersteller. Also Kassenbeleg rausgesucht (ich scanne ja inzwischen alles) und eingeschickt.

Sennheiser ließ sich zwar dann etwas Zeit, aber schickten anstandslos den IE 8i als Ersatz – der CX 980i wird nicht mehr hergestellt. Das fand ich echt nett, da der ca. 80 EUR teurer ist. An dieser Stelle also Grüße & vielen Dank an Sennheiser!

Nur wieder dumm nur wenn von den nagelneuen Kopfhörern das Mikro zwar tadellos funktioniert, aber nicht der linke Ohrstöpsel … . Also nochmal von vorn. Ich hoffe das war mein persönliches Pech und nicht der neue Fertigungsstandard der Firma ;)