Weißbier

… na klar waren sie dabei.

Also, der liebe Herr R. von HAYS hat das dann mit dem Kunden geklärt, und dieser sagte dann zum ursprünglichen Tagessatz zu, und ich sagte dem Kunden zu, und jetzt sind wir alle ganz happy.

Und ich aktuell in Erding, Bayern.

Es ist Sonntag Abend, ich aß Hirschragout in der Post, finde Erding total tot und winzig, dafür hübsch, und bin sehr gespannt wie es morgen beim Kunden (namentlich Amadeus Data Processing GmbH) so läuft.

Und weil das hier länger dauern könnte habe ich mal Tinder in Betrieb genommen, vielleicht lerne ich da ja ein paar Leute kennen. Hier auf der Straße laufen die jedenfalls nicht rum ;)

Kallus?

Ich muss gestehen der “Knick” hat mich schon etwas überfordert. Das kenne ich so nicht. Und ich habe festgestellt, dass ich mit so etwas nur ganz schlecht umgehen kann.

Daher hat es auch ein wenig gedauert, bis ich die richtige Frage gefunden habe: “Fühle ich mich wohl, wenn ich das Projekt jetzt noch annehme (auch für den ursprünglichen Tagessatz)?”. Denn alles andere als der vereinbarte Satz wäre inakzeptabel – an den Punkt kam ich gestern schon. Und die Frage ist gut, weil sie bei mir bleibt und das Projekt nicht wertet.

Antwort: Nein.

Das Teilte ich auch so dem Vermittler, Konkret der netten Frau B. mit. Diese war ziemlich traurig, und hat wohl mit ihrem Endkundenbetreuer darüber gesprochen. Dieser widerum rief mich dann an, erklärte mir den gesamten Vorgang, betonte massiv dass hier absolut kein böser Wille Seitens des Endkunden vorlag und dass er jetzt die “Kohlen aus dem Feuer” holen möchte. Und er hat das ganz gut gemacht.

Also versuchen wir es nochmal.

Natürlich mit dem ursprünglichen Tagessatz.

Wenns dann nicht klappt – dann halt nicht.

Knick

Das nervt, sowas. Da kommt die Zusage zu einem wirklich sehr, sehr gut klingenden Projekt, aber nicht uneingeschränkt. Man hat wohl ganz überraschend festgestellt, dass plötzlich doch weniger Budget verfügbar ist, und der bereits vereinbarte Tagessatz nicht gezahlt werden kann. Und als wäre das nicht genug wollen sie auch noch unbedingt heute eine Entscheidung. Zur geänderten Vereinbarung kommt also noch Druck zum unterschreiben (was ich direkt abgelehnt habe).

Und sofort ist ist irgendwie der Wurm drin – und ich hab noch nicht mal angefangen.

Vom Tagessatz her ist es nicht viel, genauer gesagt exakt 5%. Wären die damit in die Verhandlungen rein wäre das vermutlich auch kein Thema gewesen. So allerdings empfinde ich diese “Zusage” als extrem unangenehm, insbesondere mit dieser “heute Entscheidung, bitte”-Nummer. Was soll ich davon halten? Preisdrückerei auf dem letzten Meter? Oder was sagt das über unsere folgende Zusammenarbeit aus? Oder andersherum – was würden die sagen, wenn ich sage “OK, ich unterschreibe, aber plötzlich hätte ich dann doch mehr Geld?”. Genau – vermutlich “lass mal gut sein”. Und das überlege ich auch gerade ganz stark.

Seriously not amused.

Hendricks … not

Neulich auf meiner Couch. Wir wollten einen netten Gin something trinken. Ich also an meine Alkohol-Schublade und eine Flasche Hendricks raus. Leider schmeckte die Mischung irgendwie richtig ungut. Na gut, vielleicht der falsche Art von Gin für den Drink, also so lange mehr Ginger Sirup rein bis es irgendwann vertretbar war.

IMG_3109Heute ging mir allerdings ein Licht auf als mir etwas einfiel. Ich hatte nämlich keine zwei Hendricks-Flaschen. Ich hatte eine, und eine alte gefüllt mit medizinischem Alkohol in meinem Bad. Die über eine Aufräumaktion in meiner Bar landete …

Und ja, das hätte mir wirklich auffallen müssen, das Zeug schmeckt nämlich echt zum kotzen, und den Geruch kenne ich auch.

Erst ma’ easy

… dachte ich mir, komm erst ma’ an, entspann’ dich, und such dann “demnächst” mal ein Projekt.

Als Freelancer wollen die Seelenhändler dich allerdings aktiv vermitteln, weil die verdienen ja mit … . Ergo: Etwa einen Tag nach Rückkehr lag schon die erste Anfrage in der Mailbox. Und die klingt auch ziemlich gut. Unter Umständen ist also nix mit “erst ma’ easy” und ich bin im März schon in Erding bei München.

Bald isses vorbei …

… und das ist gut so, in Anlehnung an einen relativ bekannten Politiker.

Soweit war es sehr großartig. Viel zu sehen, viel zu erleben, viel zu tun, und alles in einer Umgebung die in Europa einfach nicht existiert. Die Anden sind der Superwahnsinn, die Südamerikaner grundsätzlich und immer superfreundlich, in Brasilien ist es superheiß, mein Spanisch ist superschlecht, und überhaupt alles hier ist Superlativ :) .

Warum ich trotzdem froh bin wieder nach good old Germany zurückzukommen? Ich bin seit drei Monaten Tourist, nirgends angekommen, immer andere Betten, andere Leute, und langsam würde ich mich gerne wieder etwas nützlich fühlen. Dauer-Tourist sein ist anstrengend. Außerdem komme ich dann vielleicht dazu, mal ein paat nette Stories hier aufzuschreiben – etwas, das ich einfach nicht geschafft habe bisher.

Aber jetzt ist erst einmal Lima angesagt, noch ein bissl Party machen, und dann schließlich nächsten Montag bzw. Mittwoch in den Flieger nach Aires bzw. London/Frankfurt zu steigen.

I have da AIDS

Salvador. Hier möchte einem jeder die Hand geben und dann ein Bändchen schenken, total kostenlos. Das umbinden allerdings kostet dann 5 Reais. Haha.

Wir standen also auf einem Platz in der Altstadt von Salvador, und es kam wieder mal ein ziemlich verlottert aussehender Handgeber auf uns zu. Ohne Bändchen. Und freute sich dass wir aus Deutschland sind und gab uns auf “Oliver Kahn” die Hand.

Und sagte danach: I don’t want no money. Just want a coffee. I have da aids, from da prostitutes, just want a coffee, come buy me one.

Ist zwar nicht ansteckend. Aber sauber war der Kerl auch nicht. Und hatte so lustige offene Stellen am Arm.

Na danke. Erst mal Toilette gesucht.

Ach ja, jetzt gibt’s ne schwarze Front für das weiße iPhone. Nach einer Odyssee durch die Handy repair shops in Paraty. Ich würde es ja lassen wenn da nicht schon Stückchen rausbrechen würden.

Spider-App

Janz doll dat. Heute zog ich mir eine Spider-App fürs iPhone zu (liest: Display fiel auf Keramikfliesen und brach in 2000 Stücke). Außerdem hatte ich echt schlecht geschlafen (vielleicht ein paar zu viele Caipis am Abend vorher) und daher ohnehin schon schlechte Laune. Wurde nicht besser dadurch.

Egal. Nach viel laufen habe ich einen Shop gefunden der das heute offenbar reparieren kann. Hoffe ich denn ich spreche immer noch kein Wort Portugiesisch.

Davon abgesehen wieder mal die bisherigen Tage in Kurzform.

Salvador war glaube ich der letzte Eintrag … Salvador war entspannt. Wir haben im Prinzip nichts getan außer entspannen. Nach Salvador weiter nach Ilhabela. Teuer, weil nur Hotels (“Pousadas” in Portugiesen-Sprache), und sehr touristisch. Dort nur drei Nächte, und weiter nach …

… Ubatuba. Leider hatten wir hier nicht gecheckt wo unser Hostel war und landeten so 15 km vor Ubatuba mitten im Nichts. Allerdings mit der bisher besten Pizzeria. Dort ging erst mal das Ladekabel vom iPhone kaputt, und das Reserve-Kabel funktionierte nicht. Erste Vermutung: Anschluss am iPhone kaputt. Weil ja mein “toller” Kobo-eBook-Reader schon seit Tag 3 tot ist war ich etwas in Panik jetzt auch noch meine Musik-Quelle zu verlieren – mit neuem Kabel allerdings ging es wieder. Entspannte mich ungemein. Positives Highlight hingegen war der Strand in Ubatuba, der unglaublich schön gewesen ist. Insgesamt war Ubatuba (und unser Kaff davor) allerdings eher unspannend. Danach weiter nach …

Paraty. Erster Eindruck: sehr geil. Hostel toll, endlich mal Leute die nicht nur Portugiesisch reden, wunderschöne Stadt, gutes Essen. Erster Ausflug zu ein paar Wasserfällen im Dschungel in denen man baden kann. Absolut großartig. Danach Caipis mit den Mitbewohnern.

Und das ist der Morgen danach. Hangover – nein, aber gute Laune ist dank iPhone incident II auch anders.

Das nächste Mal blogge ich mal von “i have da AIDS”, Akku ist leer und Display sollte da sein :)