Fliegerhorst Erding

Joggingstrecke

Der Fliegerhorst Erding war einst der östlichste Nato-Flugplatz Europas. Dort waren 2000 zivile Angestellte und 3000 Soldaten beschäftigt, um einen wesentlichen Teil der Phantom-Jets dort zu stationieren und instand zu halten.

Woher ich das weiß? Der nette Mensch, der mich wieder nach Erding zurückgebracht hat, hat es mir erzählt.

Warum er mich zurückbringen musste? Weil ich die grandiose Idee hatte, „mal eben“ um den Fliegerhorst herumzujoggen. Da wusste ich noch nicht, dass das 13 km sind – wenn man, wie ich, den kurzen Weg über die Felder nimmt. Sind aber halt Felder, dann.

Nach lt. Google Earch 8,59 km konnte ich aber nicht mehr, und hab einfach in einem Biergarten in Emling am Rand der Landstraße gefragt, ob nicht vielleicht jemand gleich nach Erding reinfährt. Ein Mann erbarmte sich dann meiner und hat das kurz erledigt.

Danke nochmal unbekannterweise :)

 

Nackte Nutten

nächtigen neuerdings nicht neben nüchternen … Südländern.

Oder so ähnlich.

Wir waren unterwegs. In Frankfurt. Wollten noch einen Absacker, morgens um 5 Uhr. Wanderten zum „Roomers„. Die hatten allerdings auch schon zu. Als wir wieder gehen wollten kam ein Mädel raus, hocherhobenen Kopfes, tättowiert, und stieg in einen Porsche SUV, der direkt vor dem Eingang parkte.

Splitterfasernackt.

Der zugehörige Itacker (man verzeihe mir die Abfälligkeit, die erklärt sich noch) (zumindest nehmen wir das an, der Porsche hatte ein „I“ Kennzeichen) kam hinterher. Stieg ein. Fuhr los. Baute innerhalb von 50 m zweimal fast einen Unfall, stand mehrfach quer zur Straße.

Plötzlich: <klatsch> „DIE SCHEISS BULLEN … DIE SIND MIR DOCH EGAL …“ (oder so ähnlich, sinngemäß).

Porsche fährt in Feuerwehreinfahrt, part dort. Fahrertür geht auf, Itacker steigt aus, geht zurück ins Hotel.

Wir gehen hin, fragen das – immer noch splitterfasernackte – Mädel ob sie Hilfe braucht.

Sie sagt: „Ja“.

Aha.

Wir sollten doch einfach stehen bleiben, bis der Typ wieder kommt. Beide waren wohl besoffen, und er hat ihre Klamotten beschlagnahmt, und wollte sie nicht wieder rausrücken. Als sie ihm mit der Polizei drohte drehte er wohl durch. Außerdem schuldete er ihr noch 3.000 € (wofür wohl … :)).

Na Ende vom Lied, Typ kam wieder, mit Klamotten, stieg ein („Na haste was dazuverdient? Kann ich was abziehen?“), fuhr weg. Über zwei rote Ampeln.

„Den sollten wir eigentlich …“
„Ja, total.“
„So ein Arschloch.“

„Hat sich jemand das Nummernschild gemerkt??“

„Scheiß Titten!“

Und wir gingen weiter.

Changes

Und wieder gehts irgendwie weiter.

Das Projekt in Erding beende ich zu September hin. Etwas traurig, weil die Leute da echt großartig sind. Aber sie brauchen mich nicht wirklich, also habe ich gesagt ich verlängere den Vertrag nicht. Dafür kommt als nächstes vielleicht eine etwas größere Stadt 😉

Weiter gehts. Ein potentielles Nachfolgeprojekt in München wollte mich dann doch nicht, weil ich im Oktober nicht verfügbar bin. Sehr schade, darauf hätte ich wirklich Lust gehabt, aber verständlich ist es schon.

Ach ja, Oktober – ich mache endlich meinen PPL Instructor. Das wird ganz großartig und ich freue mich sehr da drauf. Das ganze bei der Flugschule Ardex, in Kyritz bei Berlin.

 

Ey, TÜBB!

Menschen in Autos, ein ganz eigenes psychologisches Phänomen.

Schön: Neulich auf der Rückfahrt nach DACity fährt ein BB’ler lange vor, neben, hinter mir her. Er überholt mich, ich ihn, wir lassen uns gegenseitig rein, schieben „Hindernisse“ auf die rechte Spur, und sind ganz allgemein zusammen unterwegs. Als ich dann an die Abfahrt kam sah er dass ich runterfahren wollte, setzte sich kurz hinter mich und sagte mir mit zwei kurzen Aufblendern mal eben „Tschüss“. Und ich hab mich gefreut.

Das gibts auch: Der TÜbinger, der mir erst den Mittelfinger zeigte, mehrfach, als ich vor ihm aus dem Beschleunigungsstreifen einscherte, und dann andeutete „Lass uns aussteigen“ als ich ihn auslachte (es war gerade Stau).

Oder andersrum: Ich jogge in Erding quer über die Kreuzung, und dabei recht dicht an einem wartenden Golf mit zwei Mädels vorbei. Das Fahrer-Mädel sieht mich von vorne links kommen, erschreckt, und macht erst mal die Verriegelung rein. Buh! Haha. Naja.

Hürdenlauf

Ach es könnte so einfach sein. Wenn es nicht das echte Leben wäre. Ne?

München ist toll. Leider bin ich in Erding (auch nett, aber halt ein Kaff), und die Fahrtzeit nach MUC rein wäre 1h – one way. Außerdem kenne ich keine Sau dort. Also weder in München noch in Erding.

Das neuen Kollegen sind toll, das Projekt auch. Naja, fast – man hat mich für etwas eingekauft was aktuell gar nicht mache, und es zeichnet sich auch irgendwie nicht ab. Und das was ich mache bringt mich fachlich absolut nicht weiter, denn es ist eine hausinterne Insellösung für ein Problem, das gar nicht erst da sein sollte. Karrieretechnisch und motivationstechnisch … ungut.

In Darmstadt passiert auch einiges. Es kommen viele interessante Menschen und Dinge, nur bin ich ja meistens nicht hier. Und der Mensch, mit dem ich das bisher genossen habe …

Veränderung halt. Ich habe nur entweder eine Tendenz, wirklich überhaupt nicht zu lernen aus gar nichts, oder ich bin einfach zu dumm für das Leben. Oder warum stehe ich dann alle X Zeiteinheiten am exakt gleichen Punkt?

Was fehlt? Das Itüpfelchen. Gerade ist mir im Auto eine komplette Flasche Rotwein (klar, der weiße ist natürlich noch ganz) geplatzt und ins Polster gelaufen.

Das hier nennt sich auch Frustpost.

Leonie H.

Leonie H. wollte heute auf Facebook mit mir befreundet sein. Ich habe „ein gemeinsamer Freund“ gesehen und mal „ja“ geklickt. Ein Fehler, wie sich herausstellte.

Aber der Reihe nach. Ich war letzlich irgendwann neugierig wer mich da kennt den ich erst mal gar nicht einsortieren kann, und schaute mal auf die Profilseite. Da fand ich dann folgendes:

Leonie hat 39 Freunde.
So weit, so gut.

Sieben davon heißen auch „Leonie“.
Naja, wohl ein Modename der Gegend und des Jahrgangs.

Vier davon heißen „Leonie Weber“.
Hm.

Auf allen davon sind ähnliche Mädels zu sehen.
Hmmmh.

Alle haben ausnahmslos Werbung auf der Timeline („Hallo, ich habe eine Cam-Show“).
Okay, verstanden.

Delete.

Fazit? Vermutlich wirken Frauen mit dem Namen „Leonie“ unbewusst besonders attraktiv – ich antworte sonst nie auf Freundschaftsanfragen mir unbekannter.

Bildschirmfoto 2015-04-13 um 23.03.55

Pünchen

Heute war ich mal – etwas schwermütig – in München. Und ich stelle fest: Außerhalb (!) des Berufsverkehrs brauche ich 40 Minuten von München Innenstadt nach Erding.

Oder anders: Wenn ich von München pendeln will ist Auto absolut keine Lösung. Zug auch irgendwie nicht – die reine Zugfahrt dauert 51 Minuten lt. Fahrplan, und Kollegen berichten schon von „wenns keine Probleme gibt, und die gibts ständig“.

Es scheint wohl auf einen Aufenthalt in Erding herauszulaufen.

Die ersten zwei Wochen: Erding.

Die erste Zeit in Erding … in Stichpunkten.

  • Erding ist ein Kaff. Schön, aber ein Kaff. Ich kenne kein Schwein hier, und das zu ändern wird wohl anstrengend bzw erfordert eine neue Strategie.
  • Alle meine Familien-losen Kollegen wohnen in München. Die älteren und Familien-behafteten in Erding. (Sagt mir das was?!)
  • Wohnung: Erding vs. München, oder 2h/Tag vs. 15 Minuten/Tag, oder Kaff vs, Weltstadt. Hart.
  • Die Pizza beim Italiener unter meinem Zimmer (ja, im Wortsinne) ist grandios. Und die Pasta auch. Sehr, sehr, sehr zu empfehlen: Nuovo Mondo, Alte Römerstr. 21, Erding.
  • … und man sollte nicht „noch so’n Halbes“ bestellen, wenn man ein halb so großes Bier möchte, wie man gerade eben hatte, also sozusagen ein kleines Bier. Denn ein „Halbes“ ist eben ein Halbes – also 0.5ltr, und das bekommt man dann auch. Egal, kommt weg. :)
  • Aktuell bin ich am Pendeln an den Wochenenden. Und die 8h/Woche Fahrt NERVEN KOLLOSSAL, insbesondere wenn die Autobahn immer voll bzw verstopft ist.
  • Meine Kollegen sind richtig, richtig nett, und schwer international (Südafrika (lies: Weiße Menschen – also einer), Neuseeland, sonstiges Afrika (lies: schwarze Menschen – also noch einer), Amerika, Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweiz, und ich hab noch kaum jemanden kennengelernt)
  • Ich bin in der 2. Woche schon produktiv – geil.
  • Bayrisches Helles ist einfach geil.